Einblicke in Milenas Alltag

Geschrieben von Henning. veröffentlicht in Allgemein, Nachrichten

Milena ist mittlerweile in den USA an der Clemson University heimisch geworden und dort natürlich auch rudersportlich tätig. Einen Einblick vermittelt sie mit einem ersten Bericht:


Hallo Alle zusammen!

Nachdem ich endlich in Clemson angekommen bin, durfte ich anfangs nicht trainieren, weil ich erst zum Arzt musste, damit bestaetigt wird, dass ich gesund bin und Sport machen darf.

Trotzdem waren die ersten Tage sehr stressing! Ich musste eine menge Papierkram erledigen und und und.. Ich bin das erste Semster zusammen mit Paula (aus Flensburg) auf einem Zimmer. Das andere Zimmer unserer Wohnung bewohnt Nicki, eine Volleyballspielerin aus den USA.

Naja, am Freitag hatte ich dann ja auch schon direkt Uni, (Geschichte) wo ich nichts verstanden habe. Ausserdem haben wir an dem Tag noch mein Fahrrad geholt und ich habe einen LapTop bekommen☺ Was sehr cool ist! Ich habe einen Studentenausweis bekommen (“TigerONEcard”) die so aussieht wie eine EC-Karte, mit einem Magnetstreifen. Auf dieser Karte habe ich Geld drauf, was die Uni ueberweist. Damit kann ich in einigen Geschaeften auf dem Kampus einkaufen und in den Mensen essen.

Es gibt hier verschiede Programme, fuer die Mensen, z.B. kann ich mich dafuer entscheiden, dass ich jede Woche 15 Mahlzeiten habe, oder aber nur an 5 Tagen die Woche in die Mensa kann, dann aber so oft wie ich will.. Und je nach Programm, become ich Geld ausgezahlt, von dem ich mir Essen kaufen kann. Das ist eigentlich ganz praktisch, weil wenn wir morgens um 5.20 aufstehen, um puenktlich beim Training zu sein, hat man keine Zeit in die Mensa zu gehen und meistens auch gar keine Lust.

Freitagabend waren wir bei einer aus dem Team eingeladen, wo wir Spiele gespielt und gegessen haben.
Apropos Essen: Es gibt hier drei Mensen und in allen hat man eine unglaubliche Auswahl! Das ist einfach alles so riesig! Ich habe taeglich mindestens einmal ein Gefuehl des “Ueberfressenseins”! Vorallem kann man sich eine riesige Brotdose geben lassen und dann noch alles was man haben will mitnehmen, bei mir z.B. Cookies oder Sandwiches zum Fruehstueck, dann braeuchte ich nichts kaufen und bekomm trotzdem Geld ausgezahlt.

Am Samstag haben wir dann ein Teamfoto, von dem diesjaehrigen Team gemacht und von den neuen Leuten Einzelfotos, die im Bootshaus in den Flur gehaengt warden.

Montag durfte ich dann auch schon das erstemal trainieren! Leider war es morgens noch so nebelig, sodass wir erst 30 Min Gymnastik, anschliessend 60 Min im Kraftraum waren und direkt danach 8er fahren waren! Leider sind wir auch direkt 3 Strecken gefahren. Zum Glueck hatten wir keine Uni, da Martin Luther King Day war. Richtig abgefahren ist, dass ich meine Waesche nicht selber waschen muss! Jeder hat in seinem Spint drei Netzbeutel mit so einer Art Ring, wo man seine Klamotten dran befestigen kann und dann in die Waesche wirft.
Meistens ist die Waesche von der Einheit am Morgen bis zur Einheit am Nachmittag frisch gewaschen. Auch Handtuecher nimmt man sich da einfach aus Regalen in der Umkleide, tut sie nach dem Duschen in die Waesche und die werden dann zurueck in die Regale gelegt, wenn sie gewaschen sind.

Dienstags und Donnerstags sin dimmer Student Athletes Treffen fuer die Neulinge! Da wird einem dann eine ganze menge Muell erzaehlt, dass man keine Drogen nehmen soll etc. Was eigentlich keinen Sinn macht, weil die Athletes bestimmt nicht gerade die Rubrik Leute sind, die Drogen nehmen, Alkohol trinken und sonst was.
Vorallem, weil die Basketballspieler und Footballspieler auch in ganz Amerika im TV laufen und richtig beruehmt sind.
Deshalb wird uns bei diesen Meetings dann erzaelht, dass wir aufpassen muessen mit den Medien und facebook und was Weiss ich nicht noch alles.

Naja, letzten Donnerstag haben wir dafuer Rucksaecke geschenkt bekommen, mit ganz viel Zeugs drin, wie Schampoo, Suessigkeiten etc.

Mittwoch war dann Ergotest, 4x1000m. Naechten Freitag kommt schon der naechste Ergotest, (2000m).

Das Training ist auch ganz anders hier, die Einheiten sind im grossen und ganzen viel kuerzer.
Aber dafuer fahren wir auf dem Wasser (bisher, ich war ja nur zweimal mit rudern, wegen den AthletesMeetings, morgens um 8 Uhr, da schaffen wir es Di und Do nicht mit rauszufahren und muessen Ergo fahren) immer Strecken. Der Kraftraum ist richtig riesig, aber der ist auch fuer alle Sportler. Es gibt noch einen zweiten, der ist fuer alle anderen, der ist dann etwas grosser, aber auch viel voller. Wenn Wettkaempfe sind, kann ich als Student Athlete umsonst in die Stadien und dann gibt es da immer dieverse Aktionen, das z.B. die ersten 1000 ein T-shirt bekommen, oder die ersten 200 eine Tasche etc.

Insgesamt ist es also alles ganz gut bis jetzt.

Teilweise sind die Amerikaner echt verrueckt, neulich ist die Uni ausgefallen, wegen schlimmer winterlicher Bedingungen. Es waren 2 Grad. 😀 Wir bekommen nur leider so viele Hausaufgaben, dass ich eig gar keine Freizeit habe. Morgens muss ich halt um 6 Uhr beim Training sein, dann Uni und Training und Hausaufgaben. Bisher hatt ich noch keine frei Minute.

Und die Luft macht mir zu schaffen, weil das so eine trockene Luft ist, und ueberall Klimaanlagen sind hab ich die ganze Zeit eine verstopfte Nase und kann beim Ergofahren kaum atmen. Zumindest nur sehr schwer. Und ich vermissen deutsches Brot und ein paar deutsche Gerichte. Immer nur ungesundes Muesli, Cookies, Bagels, Pancakes, Muffins, Donouts, Ruehrei, Baken, Bratkartoffeln und und und zum Fruehstueck ist irgendwann auch nicht mehr so reizvoll.

Naja, heute habe ich ganz viel Melone gegessen und mitgenommen. Man kann sich also auch gesund ernaehren, die Option ist schon da, aber wer nimmt sich Haferbrei, wenn er Waffeln mit Ahornsirup haben kann!
Brot gibt es hier leider auch gar kein “normales”, die sind alle sehr weich. Generell gibt es hier viele Produkte nur in “Oversize-Groesse” wie Milch (ca 3l) oder Duschgel in 1l Flaschen, was voellig normal ist. In meiner “Freizeit” muss ich lernen und Hausaufgaben machen, das ist echt ein bisschen bloed. Aber vielleicht aendert sich das ja noch, – hoffentlich!

Ich muss hier auch jede Woche 10 Std in die “Study Hall” gehen, wie alle Athletic Students hier. Damit soll sichergestellt werden, dass jeder Sportler auch studiert und nicht nur trainiert, damit es zwichen den amerikanischen Universitaeten fair zu geht!

So, das war erstmal mein Bericht. Wenn ich demnaechst dann nochmal Zeit habe, mach ich vllt ein paar Fotos.

Liebe Gruesse aus Clemson!

MILENA

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